Beim Partner-Brunch des Fördervereins Pro Züri-Rhy sind am Samstag Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gemeinden, Wirtschaft sowie Sponsoren zusammengekommen. Der Anlass mit einem ausgezeichneten Brunch. und einer lauschigen Bootsfahrt von der Tössegg über Eglisau bis zum Kraftwerk Rheinsfelden und zurück bot Raum für Austausch, Vernetzung – und für einen Rückblick auf ein Jahr, das für die Schifffahrt auf dem Züri-Rhy von entscheidender Bedeutung war. Im Zentrum stand dabei die Ansprache von Vorstandsmitglied Hans Dietrich.
Der Zürcher Rhein soll leben! Engagement für die Zukunft der Schifffahrt auf dem Züri-Rhy
Breite Unterstützung als zentrale Grundlage
Hans Dietrich machte gleich zu Beginn deutlich, wie wichtig die anwesenden Partnerinnen und Partner für den Förderverein sind. Ihre Unterstützung sei ein zentraler Pfeiler für das Vereinsziel: den langfristigen Erhalt der Schifffahrt auf dem Züri-Rhy. Gerade in einem Umfeld zunehmender regulatorischer Anforderungen sei dieses Engagement wichtiger denn je.
Schutzverordnung als Auslöser für politisches Handeln
Ausgangspunkt der intensiven Vereinsarbeit war eine Schutzverordnung, welche den wirtschaftlich sinnvollen Betrieb der Schifffahrt ernsthaft gefährdete. In der Folge habe der Vorstand gemeinsam mit der Familie Frigerio beschlossen, aktiv zu werden und den direkten Dialog mit den kantonalen Behörden zu suchen.
Hartnäckigkeit zahlt sich aus
Mehrfach reiste eine Delegation des Fördervereins zur Baudirektion nach Zürich. Dietrich schilderte diese Gespräche offen und mit persönlicher Note, betonte jedoch vor allem die Beharrlichkeit, mit der der Stellenwert der Schifffahrt für Tourismus, Freizeit und regionale Identität immer wieder aufgezeigt worden sei. Diese Konsequenz habe Wirkung gezeigt: Im November des vergangenen Jahres sei erstmals ein Silberstreifen am Horizont sichtbar geworden.
Verlängerung der Bewilligung bis Ende 2026
Ein zentraler Erfolg ist die Verlängerung der Bewilligung für den Bootsbetrieb bis Ende 2026. Besonders wichtig sei dabei die Zusage der Behörden gewesen, die Schifffahrtsunternehmen künftig frühzeitig in Projektarbeiten einzubeziehen. Dadurch könnten Planungen realistischer gestaltet und Anliegen direkt eingebracht werden. Dietrich sprach in diesem Zusammenhang von einem entscheidenden Schritt in Richtung Planungssicherheit.
Neue Lösung im Verwaltungsrat der Schifffahrtsgesellschaft
Ein weiteres Schwerpunktthema war die Nachfolgeregelung im Verwaltungsrat der Schifffahrtsgesellschaft. Die Suche habe sich als schwierig erwiesen, zahlreiche Absagen seien eingegangen. Umso erfreulicher sei es, dass gemeinsam mit der Familie Frigerio eine Lösung gefunden wurde. Mit Beat Gräss habe man eine erfahrene Persönlichkeit gewinnen können, die sowohl technisches als auch betriebliches Know-how mitbringe. Er soll an der nächsten Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen werden.
Dank an Politik, Wirtschaft und Medien
Zum Abschluss bedankte sich Hans Dietrich ausdrücklich bei allen Unterstützenden – für die finanzielle Hilfe ebenso wie für politische und mediale Rückendeckung. Ohne dieses breite Netzwerk wären die erzielten Fortschritte nicht möglich gewesen.
Gastgeberinnen eröffnen den Brunch
Auch Madeleine Frigerio richtete das Wort an die Gäste. Sie begrüsste die Anwesenden im Namen der Schifffahrtsgesellschaft und zeigte sich erfreut über das grosse Interesse am ersten Partner-Brunch des Jahres. Sie stellte Crew und Servicepersonal vor, lud zu Einblicken auf der Brücke ein und eröffnete offiziell das Buffet.
Der Anlass machte deutlich: Die Schifffahrt auf dem Züri-Rhy steht zwar vor grossen Herausforderungen, kann aber auf engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer, klare Perspektiven und einen starken regionalen Rückhalt zählen.